Glyphosat – Verlängerung der Zulassung in der EU

Glyphosat ist ein chemischer Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln, das meistverkaufte Pestizid der Welt und – höchst umstritten.

Bereits im letzten Sommer wurde die Zulassung von Glyphosat statt um 15, lediglich um 1,5 Jahre verlängert. Grund dafür waren Proteste und Uneinigkeiten aus mehreren Mitgliedsstaaten sowie die massive Kritik unabhängiger Wissenschaftler an dem Pflanzengift.

Bis Ende 2017 sollte eine neue Studie der europäischen Chemikalienagentur (ECHA) klären, ob Glyphosat krebserregend wirken kann. Die ECHA ist dieser Forderung nun nachgekommen und stuft Glyphosat nun aktuell als nicht krebserregend ein. 

Greenpeace Österreich sieht unterdessen „keine Entwarnung bezüglich der Gefahren von Glyphosat“. Die Einschätzung der ECHA stütze sich unter anderem auf von der Industrie selbst durchgeführte Studien, die zudem der Öffentlichkeit nicht vollständig zugänglich gemacht worden seien. Unstrittig sind außerdem nach wie vor die massiven negativen Einflüsse der Chemikalie auf die Artenvielfalt.

38 NGO‘s aus 15 Ländern haben sich zu einer Europäischen Bürgerinitiative zusammengeschlossen und fordern ein Verbot von Glyphosat in Pflanzenschutzmitteln, Transparenz und Unabhängigkeit beim Zuslassungsverfahren, sowie verbindliche Reduktionsziele für den Einsatz von Pestiziden.

Unterzeichnen kann man die Initiative im Internet, für Österreich zeigen sich u.a. die Organisationen Global2000 und Greepeace verantwortlich. Bis Ende Juni 2017 müssten mindestens eine Million Stimmen gesammelt werden, denn dann entscheiden die EU-Mitgliedstaaten erneut über die Zulassung von Glyphosat.

Die Initiative kann online unterstützt werden:

https://sign.banglyphosate.eu

https://www.youtube.com/watch?v=s0evzN7SZtI

 

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